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Linksherzkatheteruntersuchung – Moderne Diagnostik und Therapie Ihrer Herzkranzgefäße

Was ist eine Linksherzkatheteruntersuchung?

Die Linksherzkatheteruntersuchung ist ein etabliertes Verfahren zur Untersuchung der Herzkranzgefäße (Koronararterien) und der linken Herzkammer. Ziel ist es, Verengungen oder Verschlüsse der Herzgefäße zu erkennen, die z. B. zu Brustschmerzen (Angina pectoris) oder einem Herzinfarkt führen können.

Der Zugang erfolgt meist über eine Arterie in der Leiste oder am Handgelenk. Ein dünner Katheter wird bis zum Herzen vorgeschoben, und unter Röntgendurchleuchtung wird ein Kontrastmittel in die Herzkranzgefäße gespritzt. So können Engstellen exakt dargestellt werden.

Was passiert bei einem therapeutischen Eingriff (PTCA, PCI)?

Wenn während der Untersuchung eine Engstelle gefunden wird, kann diese direkt behandelt werden – das Verfahren nennt man Perkutane Koronarintervention (PCI) oder Ballondilatation (PTCA). Dabei wird die Engstelle mit einem Ballon aufgedehnt und häufig ein Stent (Gefäßstütze) eingesetzt, um das Gefäß offen zu halten.

Modernste Technik – Ihre Sicherheit steht an erster Stelle

Dank der engen Kooperation mit den DRK Kliniken Berlin stehen Ihnen mit uns sämtliche moderne diagnostische und therapeutische Verfahren zur Verfügung, die in spezialisierten Herzzentren Anwendung finden.

Modernste diagnostische Verfahren:

Diese Verfahren erlauben eine besonders präzise Beurteilung der Gefäße – oft auch dann, wenn konventionelle Methoden nicht ausreichen.

  • IVUS (Intravaskulärer Ultraschall): Ultraschalluntersuchung von innen direkt in der Gefäßwand zur genauen Beurteilung von Plaques und Gefäßverengungen.
  • OCT (Optische Kohärenztomografie): Hochauflösende Bildgebung zur Analyse der inneren Gefäßstruktur.
  • iFR (Instantaneous wave-Free Ratio): Druckmessung zur Funktionsbewertung von Verengungen ohne Medikamentengabe.
  • rFR (Resting Full-cycle Ratio): Weiterentwickelter Druckindex zur Beurteilung von Gefäßverengungen unter Ruhebedingungen.

Modernste therapeutische Verfahren:

Neben der klassischen Ballonaufdehnung (PTCA) und Stentimplantation sind folgende Verfahren verfügbar :

  • DEB-PTCA (medikamentenbeschichteter Ballon): Behandlung ohne Stent – insbesondere bei kleineren Gefäßen oder bei Stent-Restenosen.
  • Cutting-Ballon-PTCA: Spezielle Ballonkatheter mit kleinen Mikro-Klingen, die besonders harte oder narbige Engstellen aufritzen.
  • Shockwave-PTCA (intravaskuläre Lithotripsie): Schallwellenbehandlung zur Aufweitung stark verkalkter Engstellen – ähnlich wie bei Nierensteinen.
  • Rotablation: Hochgeschwindigkeits-Bohrsystem zur Behandlung stark verkalkter Engstellen.
  • Impella® CP: Eine kleine Herzpumpe zur Kreislaufunterstützung bei Hochrisiko-PCI oder bei schwerer Herzschwäche.
  • Komplexe Rekanalisationstechniken bei CTO (chronischen Verschlüssen) :
  • Antegrad: Wiedereröffnung chronisch verschlossener Gefäße in Flussrichtung
  • Retrograd: Zugang zum Verschluss durch Umgehungskreisläufe – besonders bei sehr komplexen Verschlüssen.

Ablauf und Sicherheit

Die Untersuchung dauert in der Regel nur ca. 30 Minuten. Die Dauer der Behandlung richtet sich nach der Befundschwere. Sie erhalten eine örtliche Betäubung, bleiben aber bei Bewusstsein. Die heutigen Verfahren sind sehr sicher – Komplikationen sind selten.

Nach dem Eingriff bleiben Sie je nach Befund und Behandlungsverlauf zur Beobachtung noch einige Stunden oder über Nacht in der Klinik.

Warum diese Untersuchung für Sie wichtig sein kann :

  • Früherkennung und sofortige Therapie: Herzinfarkte können so frühzeitig verhindert werden.
  • Schmerzfreiheit und mehr Lebensqualität: Verengungen werden effektiv behandelt.
  • Sicher & individuell angepasst: Durch Einsatz modernster Technik und Erfahrung.

Fazit

Durch die enge Zusammenarbeit mit den DRK Kliniken Berlin können wir Ihnen eine Herzkatheterdiagnostik und -therapie auf universitärem Spitzenniveau anbieten – sicher, präzise und individuell angepasst. Selbstverständlich unterstützen wir Sie auch, wenn Sie sich zur Behandlung in anderen Kliniken entscheiden. Bei allen Fragen rund um die Linksherzkatheteruntersuchung und Ihre Behandlung stehen wir Ihnen jederzeit zur Verfügung.

Sprechen Sie uns an – wir beraten Sie gerne persönlich.

LAA-Verschluss als Therapieoption bei Vorhofflimmern

Warum wird eine Antikoagulation (Blutverdünnung) durchgeführt?

Patienten mit Vorhofflimmern, einer häufigen Herzrhythmusstörung, haben ein erhöhtes Risiko, ein Blutgerinnsel im Herzen zu bilden. Diese Gerinnsel können mit dem Blutstrom ins Gehirn gelangen und dort einen Schlaganfall auslösen. Um dieses Risiko zu senken, wird in der Regel eine antikoagulative Therapie (Blutverdünnung) verordnet. Typische Medikamente sind sogenannte DOAKs (direkte orale Antikoagulanzien, z. B. Apixaban, Edoxaban, Rivaroxaban) oder Vitamin-K-Antagonisten wie Marcumar®.

Welche Blutungskomplikationen können unter Antikoagulation auftreten?

Die Blutverdünnung senkt zwar das Schlaganfallrisiko, erhöht jedoch gleichzeitig das Risiko für Blutungen. Diese Blutungen können unterschiedlich schwer verlaufen:

1. Nasenbluten

  • Häufigste harmlose Blutung unter Antikoagulation.
  • Tritt meist bei trockener Nasenschleimhaut oder nach kleinen Verletzungen auf.
  • Wichtig: Länger anhaltendes oder wiederkehrendes Nasenbluten sollte ärztlich abgeklärt werden.

2. Gelenkeinblutung (Hämarthrose)

  • Blut tritt in ein Gelenk ein, meist bei geringfügigen Verletzungen.
  • Führt zu Schmerzen, Schwellung und Bewegungseinschränkung.
  • Häufig betroffen: Knie, Ellenbogen oder Sprunggelenk.

3. Gastrointestinale Blutung (Magen-Darm-Blutung)

  • Erkennbar durch blutigen Stuhl (hellrot oder schwarz gefärbt) oder blutiges Erbrechen.
  • Oft verursacht durch Magen- oder Darmgeschwüre.
  • Sofortige ärztliche Abklärung ist notwendig.

4. Intrakranielle Blutung (Gehirnblutung)

  • Sehr selten, aber lebensbedrohlich.
  • Symptome: plötzliche starke Kopfschmerzen, Sprachstörungen, Bewusstseinsstörungen.
  • Notfallmedizinische Versorgung erforderlich.

Was passiert, wenn wiederholt oder schwerwiegende Blutungen auftreten?

Wenn unter der Blutverdünnung mehrfache oder schwere Blutungen auftreten oder das individuelle Blutungsrisiko sehr hoch ist (z. B. bei Magen-Darm-Erkrankungen, Sturzgefahr, früherer Gehirnblutung), muss die antikoagulative Therapie überdacht werden.

In solchen Fällen kann ein LAA-Verschluss (Linksatrialer Appendage-Verschluss) eine Alternative zur medikamentösen Blutverdünnung sein.

Was ist der LAA-Verschluss?

Das linke Herzohr (engl. Left Atrial Appendage, LAA) ist eine kleine Ausstülpung im linken Vorhof des Herzens. Dort entstehen bei Vorhofflimmern die meisten Blutgerinnsel. Der LAA-Verschluss ist ein minimal-invasiver Eingriff, bei dem das Herzohr mit einem speziellen Schirmchen (Okkluder) verschlossen wird. So wird verhindert, dass sich dort Gerinnsel bilden können.

Der LAA-Verschluss wird durch unsere kardiologische Praxis in enger Kooperation mit den DRK Kliniken Berlin Köpenick durchgeführt. Diese Partnerschaft ermöglicht uns, Ihnen die bestmögliche Versorgung mit modernen, hochentwickelten Verfahren und Geräten zu bieten. Wir arbeiten Hand in Hand mit erfahrenen Kardiologen und Anästhesisten, um den Eingriff sicher und effektiv durchzuführen.

Ablauf des Eingriffs:

  • Der Eingriff erfolgt in der Regel über die Leistenvene mittels eines Katheters.
  • Unter Röntgen- und Ultraschallkontrolle wird der Okkluder im linken Herzohr platziert.
  • Der Eingriff dauert meist 1–2 Stunden.
  • Danach folgt eine Beobachtungszeit im Krankenhaus von einigen Tagen.

Für wen ist der LAA-Verschluss geeignet?

  • Patienten mit nicht-valvulärem Vorhofflimmern.
  • Wenn eine langfristige Antikoagulation nicht möglich ist, z. B. aufgrund:
  • wiederholter schwerer Blutungen,
  • hohem Blutungsrisiko,
  • Unverträglichkeit der Medikamente.

Vorteile des LAA-Verschlusses:

  • Reduktion des Schlaganfallrisikos ohne dauerhafte Blutverdünnung.
  • Dauerhafte Lösung in vielen Fällen.
  • Verbesserung der Lebensqualität bei Patienten mit Blutungsangst oder bereits erfolgten Blutungen.

Was sollte ich nach dem Eingriff beachten?

  • Für einige Wochen nach dem Eingriff wird meist noch eine kurzfristige Kombination aus Blutverdünnern verordnet, um die Einheilung zu unterstützen.
  • Regelmäßige Nachkontrollen inklusive Ultraschalluntersuchungen des Herzens (TEE) sind notwendig.

Fazit:

Die Antikoagulation ist eine wirksame Maßnahme zum Schutz vor Schlaganfällen bei Vorhofflimmern, kann jedoch mit einem erhöhten Blutungsrisiko einhergehen. Wenn wiederholte oder schwere Blutungen auftreten, kann der LAA-Verschluss eine sinnvolle und sichere Alternative darstellen. Sprechen Sie mit Ihrer behandelnden Ärztin oder Ihrem Arzt, ob diese Therapieform für Sie in Frage kommt.

PFO (Persistierendes Foramen Ovale) und PFO-Verschluss

Was ist ein Persistierendes Foramen Ovale (PFO)?

Das Persistierende Foramen Ovale (PFO) ist eine kleine Öffnung im Vorhofseptum des Herzens, die ursprünglich während der fetalen Entwicklung vorhanden ist. Normalerweise schließt sich dieses Foramen nach der Geburt, wenn der Blutkreislauf des Babys vom Plazentakreislauf auf den Lungenkreislauf umschaltet. Bei etwa 25 % der Erwachsenen bleibt diese Öffnung jedoch bestehen – das PFO bleibt „offen“ oder persistierend (engl. patent). In den meisten Fällen verursacht ein PFO keine Beschwerden und bleibt unentdeckt. In einigen Fällen kann es jedoch gesundheitliche Probleme verursachen.

Wann wird ein PFO-Verschluss empfohlen?

Der Verschluss eines PFO ist in bestimmten medizinischen Situationen sinnvoll, insbesondere wenn das PFO als Ursache für schwerwiegende gesundheitliche Probleme angesehen wird. Zu den häufigsten Indikationen für einen PFO-Verschluss gehören:

1. Kryptogener Insult (Schlaganfall unbekannter Ursache):

Ein kryptogener Insult tritt auf, wenn ein Schlaganfall ohne eine erkennbare Ursache diagnostiziert wird. Bei einigen Patienten kann ein PFO der Auslöser für den Schlaganfall sein, da Blutgerinnsel aus den Venen im rechten Vorhof des Herzens durch das PFO in den linken Vorhof gelangen und dort möglicherweise die Gehirnarterien blockieren. In solchen Fällen kann der Verschluss des PFO helfen, das Risiko eines erneuten Schlaganfalls zu verringern.

2. Taucherkrankheit (Decompression Sickness):

Taucherkrankheit, auch als „Dekompressionskrankheit“ bekannt, tritt auf, wenn ein Taucher nach einem zu schnellen Aufstieg aus großen Tiefen die im Körper gelösten Gase (insbesondere Stickstoff) nicht schnell genug abgibt. Ein PFO kann hier eine Rolle spielen, da Gase, die sich während des Tauchens im Blut gelöst haben, durch das PFO in den Kreislauf gelangen und embolische Ereignisse verursachen können. Ein Verschluss des PFO kann in diesem Fall helfen, das Risiko für diese gefährliche Komplikation zu reduzieren.

3. Migräne (insbesondere mit Aura):

Es gibt Hinweise darauf, dass ein PFO das Risiko für Migräneanfälle, insbesondere Migräne mit Aura, erhöhen kann. Es wird angenommen, dass durch das PFO kleine Blutgerinnsel oder Luftblasen ins Gehirn gelangen und Migräne auslösen können. In Einzelfällen kann der Verschluss eines PFO zur Verringerung der Migränefrequenz und -intensität beitragen.

4. Primärprophylaxe in Einzelfällen:

In sehr seltenen Fällen wird ein PFO-Verschluss auch als präventive Maßnahme empfohlen, um schwerwiegende kardiovaskuläre Ereignisse zu verhindern. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn der Patient Risikofaktoren für Schlaganfälle oder andere kardiovaskuläre Erkrankungen hat und das PFO als signifikante Gefährdung angesehen wird.

Wie wird ein PFO-Verschluss durchgeführt?

Der Verschluss eines PFO erfolgt in der Regel minimal-invasiv, mittels eines katheterbasierten Verfahrens, bei dem ein spezielles Gerät (ein sogenannter „PFO-Verschlussverschluss“) über einen Katheter durch die Blutbahnen zum PFO geführt wird. Dieser wird dann so platziert, dass er die Öffnung verschließt und verhindert, dass Blut oder Luftblasen weiterhin durch das Foramen ovale strömen können.

Der Eingriff erfolgt in der Regel unter Analgosedierung oder in Intubationsnarkose, was bedeutet, dass der Patient während des Verfahrens in einen tiefen Schlaf versetzt wird, um eine möglichst komplikationsarme, angenehme und schmerzfreie Durchführung des Eingriffs zu gewährleisten. Eine Intubationsnarkose ist insbesondere dann vorteilhaft, wenn eine präzise und stabile Überwachung der Vitalfunktionen erforderlich ist.

Kooperation mit Berliner Klinik

Der PFO-Verschluss wird in unserer kardiologischen Praxis in enger Kooperation mit den DRK Kliniken Berlin Köpenick durchgeführt. Diese Partnerschaft ermöglicht uns, Ihnen die bestmögliche Versorgung mit modernen, hochentwickelten Verfahren und Geräten zu bieten. Wir arbeiten Hand in Hand mit erfahrenen Kardiologen und Anästhesisten, um den Eingriff sicher und effektiv durchzuführen.

Der Ablauf des Eingriffs:

1. Vorbereitung: Vor dem Eingriff führen wir eine gründliche Untersuchung durch, um sicherzustellen, dass der Verschluss des PFO die richtige Therapie für Sie darstellt. Dies umfasst unter anderem eine Echokardiographie und gegebenenfalls eine ambulante transösophageale Echokardiographie (TEE), um die genaue Größe und Position des PFO zu bestimmen.

2. Eingriff: Der Eingriff selbst wird in der Klinik in der Regel unter Vollnarkose durchgeführt, in der Regel über eine Punktion in der Leiste, durch die der Katheter in das Herz eingeführt wird. Der Verschluss wird dann an der PFO-Stelle platziert, um die Öffnung zuverlässig zu verschließen.

3. Nach dem Eingriff: Nach dem Eingriff bleiben Sie für einige Stunden unter intensiver Beobachtung, um sicherzustellen, dass keine Komplikationen auftreten. In den meisten Fällen können Patienten bereits am nächsten Tag nach Hause gehen.

4. Nachsorge: Es wird regelmäßige Nachuntersuchungen geben, um sicherzustellen, dass der Verschluss ordnungsgemäß funktioniert und es keine weiteren Komplikationen gibt. Auch die Anpassung von Medikamenten oder weiteren Therapien wird mit Ihnen besprochen.

Mögliche Risiken und Komplikationen

Wie bei jedem medizinischen Eingriff gibt es auch beim PFO-Verschluss einige Risiken, die jedoch insgesamt gering sind. Zu den möglichen Komplikationen gehören:

  • Infektionen oder Blutungen an der Punktionsstelle
  • Verletzung der Blutgefäße
  • Reaktionen auf das Verschlussgerät
  • Seltene, aber mögliche Embolien oder Schlaganfälle während des Eingriffs

Ihr behandelnder Arzt wird mit Ihnen alle möglichen Risiken im Detail besprechen und gemeinsam mit Ihnen abwägen, ob der Eingriff in Ihrem Fall die beste Option darstellt.

Fazit:

Der PFO-Verschluss ist ein bewährtes Verfahren zur Behandlung von Patienten mit einem offenen Foramen ovale, bei denen dies mit bestimmten gesundheitlichen Problemen wie Schlaganfällen, Migräne oder der Taucherkrankheit in Verbindung gebracht wird. In unserer kardiologischen Praxis bieten wir den Eingriff in enger Kooperation mit einer führenden Berliner Klinik an, um Ihnen eine sichere und effektive Behandlung zu gewährleisten. Wenn Sie weitere Fragen haben oder einen Beratungstermin vereinbaren möchten, sprechen Sie uns gerne an.

Vorhofseptumdefekt (ASD) – Informationen für unsere Patienten

Ein sogenannter ASD (Atriumseptumdefekt) ist ein angeborenes und seltener durch vorherige Eingriffe am Herzen erworbenes Loch in der Herzscheidewand zwischen den beiden Vorhöfen des Herzens. Je nach Größe und Lage kann dieser Defekt lange unbemerkt bleiben – oder mit der Zeit zu Symptomen und Komplikationen führen.

Symptome eines Vorhofseptumdefekts

Viele Betroffene haben zunächst keine Beschwerden. Wird der Defekt jedoch größer oder bleibt über Jahre bestehen, kann er folgende Symptome verursachen:

  • Leistungsabfall, schnelle Erschöpfung bei körperlicher Belastung
  • Kurzatmigkeit, besonders bei Anstrengung
  • Wiederholte Atemwegsinfekte
  • Herzrhythmusstörungen (z. B. Vorhofflimmern)
  • In fortgeschrittenen Fällen: Blutdruckerhöhung in der Lunge (pulmonale Hypertonie) oder Herzvergrößerung

Ein ASD wird häufig zufällig im Rahmen einer Ultraschalluntersuchung des Herzens (Echokardiographie) entdeckt.

Wann ist ein Verschluss sinnvoll?

Nicht jeder ASD muss verschlossen werden. Die Entscheidung hängt ab von:

  • Der Größe des Defekts
  • Dem Shuntvolumen (also wie viel Blut vom linken in den rechten Vorhof fließt)
  • Dem Zustand des rechten Herzens
  • Vorhandenen Symptomen
  • Begleiterkrankungen (z. B. Vorhofflimmern oder Lungenhochdruck)

Bei mittleren bis großen Defekten mit deutlichem Blutfluss oder beginnender Herzbelastung empfehlen wir in der Regel einen Verschluss, um Spätkomplikationen zu vermeiden.

Welche Voruntersuchungen sind notwendig?

Vor einem geplanten ASD-Verschluss sind folgende Untersuchungen erforderlich:

  • Echokardiographie (Transthorakal und meist auch transösophageal/TEE) zur genauen Darstellung des Defekts
  • EKG und ggf. Langzeit-EKG
  • Herzkatheteruntersuchung (in bestimmten Fällen zur Druckmessung und Beurteilung des Shunts)
  • Blutuntersuchungen zur Vorbereitung auf den Eingriff
  • Bei älteren Patienten ggf. weitere Abklärung (z. B. Lungenfunktion oder Belastungstests)
Wie läuft der ASD-Verschluss ab?

In den meisten Fällen kann der Defekt minimal-invasiv über einen Herzkatheter verschlossen werden – ganz ohne Operation am offenen Herzen:

  1. Eingriff über die Leiste: Über eine Vene in der Leiste wird ein spezieller Katheter bis an die Vorhofscheidewand vorgeschoben.
  2. Einbringen des Verschlusssystems: Mithilfe eines sogenannten Okkluders (Schirmchen aus Drahtgeflecht) wird das Loch abgedichtet.
  3. Kontrolle: Die korrekte Lage wird durch Ultraschall und Röntgen überprüft.
  4. Kurzer Aufenthalt: In der Regel bleiben Sie nur 1–2 Tage im Krankenhaus.

Nur bei sehr großen oder ungünstig geformten Defekten ist ein chirurgischer Verschluss notwendig.

Nachsorge

Nach einem erfolgreichen ASD-Verschluss sind regelmäßige Kontrollen wichtig:

  • Echokardiographie zur Kontrolle der Okkluder-Position
  • Blutverdünnung für einige Monate (z. B. mit ASS und einem weiteren Blutverdünner)
  • Endokarditisprophylaxe für bestimmte Eingriffe

Die meisten Patienten sind nach dem Eingriff dauerhaft beschwerdefrei und vollständig belastbar.

Haben Sie Fragen oder wurde bei Ihnen ein ASD festgestellt?

Sprechen Sie uns gerne an – wir beraten Sie individuell und umfassend.

Sprechzeiten

Dr. med. Robert Kopetschke

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09:30 Uhr - 16:00 Uhr

di

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Dr. med. Felix Heinemann

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Dr. med. Ralf Kopetschke

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13:00 Uhr - 17:00 Uhr

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