Unsere gesamten Leistungen für Sie


Kassenärztliche Leistungen

Präoperative kardiologische Diagnostik bei Risikopatienten

Für Patientinnen und Patienten mit bekannten Herz-Kreislauf-Erkrankungen – z. B. koronarer Herzkrankheit (KHK), Herzinsuffizienz, nach Herzinfarkt oder Schlaganfall – ist vor größeren operativen Eingriffen eine gezielte kardiologische Risikoabschätzung sinnvoll und häufig medizinisch notwendig. Sprechen Sie dazu mit Ihrem Operateur oder Hausarzt.

Ziel ist es, mögliche Komplikationen frühzeitig zu erkennen, das perioperative Risiko besser einzuschätzen und die Sicherheit während und nach der Operation zu erhöhen.

In der Regel wird diese Diagnostik bei entsprechender Grunderkrankung und medizinischer Indikation von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen und kann mit einer einmaligen Vorstellung geleistet werden.

Unser präoperative Diagnostik umfasst in der Regel :

  • Ausführliche Anamnese, ggf. inklusive Medikamentenanalyse
  • Fokussierte körperliche Untersuchung
  • Ruhe-EKG (12-Kanal)
  • Echokardiographie zur Beurteilung der Herzfunktion
  • Ggf. Laboruntersuchungen, je nach Fragestellung, u. a.:
  • Blutbild
  • Elektrolyte
  • Nierenwerte (Kreatinin, eGFR)
  • Schilddrüsenwert (TSH)
  • ggf. kardiale Marker (BNP, Troponin) und Gerinnungswerte

Wir erstellen eine fundierte kardiologische Einschätzung zur Operationsfähigkeit.

Bitte vereinbaren Sie frühzeitig einen Termin, wenn bei Ihnen ein geplanter Eingriff bevorsteht und eine kardiologische Abklärung empfohlen wurde. Wir beraten Sie gern.

Moderne Echokardiographie – Herzdiagnostik auf dem neuesten Stand

In unserer Praxis bieten wir Ihnen eine hochauflösende Echokardiographie mit modernster Technik – inklusive Strainanalyse, Gewebedoppler uvm..

Diese fortschrittliche Ultraschalluntersuchung des Herzens ermöglicht eine präzise Beurteilung von:

  • Herzgröße und Pumpfunktion
  • Herzklappen und Durchblutung
  • Frühzeichen einer Herzschwäche (z. B. durch Strainanalyse)
  • Bewegungsstörungen der Herzwand

Mit der Gewebedoppler-Technik und der Strainanalyse erfassen wir selbst subtile Veränderungen der Herzfunktion – oft noch bevor Beschwerden auftreten.

Schnell, schmerzfrei und aussagekräftig – so erhalten Sie Klarheit über Ihre Herzgesundheit.

Sprechen Sie uns gerne an für weitere Informationen oder einen Termin!

Langzeitblutdruckmessung – Ihre Werte im Blick, rund um die Uhr

Die Langzeitblutdruckmessung ist ein wichtiges Diagnoseverfahren, das dabei hilft, Ihren Blutdruck über einen Zeitraum von 24 Stunden hinweg genau zu erfassen. Anders als bei der einmaligen Messung in der Praxis, ermöglicht dieses Verfahren eine realistische Einschätzung Ihrer Blutdruckwerte im Alltag – bei der Arbeit, in der Freizeit und während des Schlafs.

Wann ist eine Langzeitblutdruckmessung sinnvoll?

Eine 24-Stunden-Blutdruckmessung wird insbesondere empfohlen bei:

  • Verdacht auf Bluthochdruck (Hypertonie)
  • Abklärung von auffälligen Praxiswerten („Weißkittelhypertonie“)
  • Kontrolle der Wirksamkeit einer Blutdruckmedikation
  • Bluthochdruck nur nachts oder unter Belastung
  • Unklaren Beschwerden wie Schwindel, Kopfschmerzen oder Herzklopfen

So läuft die Messung ab

  • Sie erhalten ein kleines, tragbares Blutdruckmessgerät mit Manschette, das Sie für 24 Stunden am Körper tragen.
  • Das Gerät misst tagsüber in regelmäßigen Abständen (z. B. alle 15–30 Minuten) und nachts seltener (z. B. alle 30–60 Minuten) automatisch Ihren Blutdruck.
  • Sie führen während der Messung ein Protokoll über Ihre Aktivitäten, Schlafzeiten und eventuelle Beschwerden.
  • Am Folgetag bringen Sie das Gerät zurück in unsere Praxis. Die Daten werden ausgewertet und in einem ausführlichen Gespräch mit Ihnen besprochen.

Was sollten Sie beachten?

  • Tragen Sie während der Messung bequeme Kleidung, die das Tragen der Manschette erleichtert.
  • Halten Sie während der Messung den Arm ruhig, um genaue Ergebnisse zu erhalten.
  • Vermeiden Sie übermäßige körperliche Anstrengung, es sei denn, sie gehört zu Ihrem normalen Alltag.
  • Duschen oder Baden ist während der Messung leider nicht möglich.

Ihr Vorteil: Frühzeitige Erkennung – gezielte Behandlung

Mit der Langzeitblutdruckmessung erhalten wir ein umfassendes Bild Ihrer Blutdrucksituation – und können so gezielt behandeln, bevor es zu Folgeerkrankungen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall kommt.

Sprechen Sie uns an – wir beraten Sie gerne!

Fahrradergometrie

Was ist eine Fahrradergometrie?

Die Fahrradergometrie, auch als Belastungs-EKG oder Stress-EKG bezeichnet, ist ein Verfahren zur Untersuchung der Leistungsfähigkeit des Herzens unter körperlicher Belastung. Bei diesem Test wird der Patient auf einem speziellen Ergometer (Fahrrad) sitzend oder stehend in die körperliche Anstrengung versetzt, während gleichzeitig die Herzaktivität über ein Elektrokardiogramm (EKG) überwacht wird. Ziel des Tests ist es, eventuelle Herzerkrankungen zu diagnostizieren oder die Funktion des Herzens zu überprüfen.

Warum wird eine Fahrradergometrie durchgeführt?

  • Die Fahrradergometrie wird häufig eingesetzt, um:
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu diagnostizieren, wie z.B. koronare Herzkrankheit, Herzrhythmusstörungen oder Bluthochdruck.
  • Den Schweregrad einer bekannten Herzkrankheit zu beurteilen.
  • Den Erfolg einer Behandlung oder Therapie zu überwachen.
  • Hinweise auf Durchblutungsstörungen im Herzen zu erhalten, die bei Ruhe-EKGs nicht sichtbar sind.

Ablauf der Untersuchung

1. Vorbereitung:

  • Zu Beginn wird Ihnen ein EKG angelegt, um die elektrische Aktivität Ihres Herzens zu messen.
  • Eventuell werden auch Blutdruckmessungen durchgeführt.
  • Der Test erfolgt meist in bequemer Kleidung, die keine Einschränkung für das Fahrradfahren darstellt.

2. Der Test:

  • Sie treten auf einem Ergometer (Fahrrad) in gleichmäßigen Intervallen stärker in die Pedale.
  • Die Belastung wird schrittweise gesteigert, und dabei werden regelmäßig Ihre Herzfrequenz, der Blutdruck und das EKG überwacht.
  • In der Regel wird die Belastung so lange erhöht, bis ein bestimmtes Ziel erreicht ist, z. B. eine maximale Herzfrequenz oder eine vom Arzt festgelegte Zeit.

3. Nach dem Test:

  • Nachdem Sie die maximale Belastung erreicht haben oder der Test aus anderen Gründen beendet wird, erfolgt eine kurze Erholungsphase, in der weiterhin EKG und Blutdruck gemessen werden.
  • Der Arzt wertet die Daten aus und bespricht mit Ihnen das Ergebnis.

Mögliche Risiken und Nebenwirkungen

Die Fahrradergometrie ist in der Regel eine sehr sichere Untersuchung. Es gibt jedoch einige wenige Risiken, wie:

  • Herzrhythmusstörungen: In sehr seltenen Fällen kann es während des Tests zu Herzrhythmusstörungen kommen.
  • Blutdruckabfall oder -anstieg: Der Blutdruck kann während des Tests ansteigen oder sinken.
  • Unwohlsein oder Erschöpfung: Da es sich um eine Belastung handelt, können einige Patienten vorübergehend müde oder erschöpft sein.

Falls Sie während des Tests Beschwerden wie Schmerzen in der Brust, Schwindel oder Atemnot verspüren, informieren Sie bitte sofort den behandelnden Arzt oder das medizinische Personal.

Wichtige Hinweise vor dem Test

  • Medikamenteneinnahme: Informieren Sie den Arzt über alle Medikamente, die Sie einnehmen, da einige Medikamente den Test beeinflussen können.
  • Ernährung: Es wird empfohlen, vor dem Test keine großen Mahlzeiten zu sich zu nehmen. Trinken Sie ausreichend, aber vermeiden Sie koffeinhaltige Getränke kurz vor dem Test.
  • Kondition: Eine gewisse Grundfitness ist vorteilhaft, aber auch wenn Sie körperlich nicht sehr aktiv sind, kann der Test durchgeführt werden.

Wann sollte die Fahrradergometrie nicht durchgeführt werden?

In einigen Fällen ist der Test möglicherweise nicht ratsam, z. B. wenn Sie an bestimmten schweren Erkrankungen leiden, wie:

  • Akuten Herzinfarkt
  • Akuten Entzündungen des Herzmuskels
  • Akute Herzinsuffizienz
  • schwerer Angina Pectoris (Brustkorbdruck bei geringster Anstrengung)

In solchen Fällen wird der Arzt Ihnen alternative Untersuchungen empfehlen.

Fazit

Die Fahrradergometrie ist eine effektive und häufig eingesetzte Methode zur Überprüfung der Herzkreislauffunktion unter Belastung. Sie hilft Ärzten, fundierte Diagnosen zu stellen und geeignete Behandlungsstrategien zu entwickeln. Der Test ist in der Regel gut verträglich und gibt wertvolle Informationen über die Leistungsfähigkeit Ihres Herzens. Bei Auffälligkeiten ergibt sich in der Regel die Notwendigkeit für weitere Untersuchungen.

Fragen?

Wenn Sie noch Fragen zur Fahrradergometrie haben oder unsicher sind, ob der Test für Sie geeignet ist, sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt. Dieser wird Ihnen alle offenen Fragen beantworten und Sie bestmöglich auf die Untersuchung vorbereiten.

Speicher-EKG (Langzeit-EKG)

Was ist ein Speicher-EKG?

Ein Speicher-EKG, auch Langzeit-EKG genannt, ist ein Verfahren zur kontinuierlichen Aufzeichnung der elektrischen Aktivität des Herzens über einen längeren Zeitraum. Im Gegensatz zu einem normalen EKG, das nur wenige Minuten dauert, zeichnet das Speicher-EKG die Herzströme über Stunden oder Tage hinweg auf. Das Verfahren hilft dabei, Herzerkrankungen oder Auffälligkeiten im Herzrhythmus zu erkennen, die nur gelegentlich auftreten und bei einer einmaligen Untersuchung möglicherweise nicht erfasst werden.

Warum wird ein Speicher-EKG durchgeführt?

Das Speicher-EKG wird in verschiedenen Situationen eingesetzt, um folgende Fragen zu beantworten:

  • Unregelmäßigkeiten im Herzrhythmus: Wenn Sie Symptome wie Herzstolpern, Schwindel, Ohnmachtsanfälle oder unerklärliche Beschwerden haben, die möglicherweise mit einer Störung des Herzrhythmus zusammenhängen.
  • Diagnose von Arrhythmien: Um die Ursache von häufigen oder schwerwiegenden Herzrhythmusstörungen zu identifizieren.
  • Überprüfung von Herzkrankheiten: Zum Beispiel bei Verdacht auf Vorhofflimmern, Tachykardien (zu schnelles Herzklopfen) oder Bradykardien (zu langsames Herzklopfen).
  • ·Überwachung nach einer Herzoperation oder Behandlung: Um sicherzustellen, dass die Herzfunktion nach Eingriffen stabil bleibt.

Ablauf des Speicher-EKGs

1. Vorbereitung:

  • Vor Beginn der Untersuchung werden Ihnen kleine Elektroden an der Brust befestigt, die mit einem tragbaren Aufnahmegerät verbunden sind. Diese Elektroden messen die elektrische Aktivität des Herzens.
  • Sie erhalten ein kleines, tragbares Gerät, das Sie in der Regel um den Hals oder an einem Gürtel tragen. Das Gerät speichert die erfassten EKG-Daten während des gesamten Untersuchungszeitraums.

2. Der Test:

  • Das Speicher-EKG zeichnet Ihre Herzaktivität kontinuierlich auf – in der Regel über 24 Stunden, aber in Einzelfällen auch über einen längeren Zeitraum von bis zu 72 Stunden. Sie können während der gesamten Messdauer Ihren gewohnten Alltag fortsetzen, sollten aber die Elektroden und das Gerät nicht entfernen oder beschädigen.
  • Während des Tests sollten Sie ein Tagebuch führen und besondere Vorkommnisse, wie Beschwerden oder Symptome (z. B. Schwindel, Herzklopfen), notieren, damit der Arzt diese mit den aufgezeichneten Daten in Verbindung bringen kann. Sie erhalten dazu von uns einen Protokollvordruck.

3. Nach dem Test:

  • Nach der festgelegten Aufzeichnungszeit bringen Sie das Gerät zurück. Die aufgezeichneten Daten werden vom Arzt ausgewertet, um etwaige Auffälligkeiten oder Herzrhythmusstörungen zu erkennen.
  • Wir werden mit Ihnen die Ergebnisse besprechen und Ihnen erläutern, ob weitere Untersuchungen oder Behandlungen notwendig sind.

Messung über längere Zeiträume (über 72 Stunden)

In besonderen Fällen kann es notwendig sein, die Herzaktivität über einen Zeitraum von mehr als 24 Stunden zu überwachen. Ein Langzeit-EKG über 72 Stunden wird in der Regel dann empfohlen, wenn die Symptome unregelmäßig und nicht vorhersehbar sind oder der Arzt eine genauere Beobachtung benötigt, um eine Diagnose zu stellen. Dies ermöglicht eine detailliertere Analyse von seltenen oder intermittierenden Herzrhythmusstörungen.

Mögliche Risiken und Nebenwirkungen

Das Speicher-EKG ist in der Regel ein sicheres Verfahren mit minimalen Risiken. In seltenen Fällen kann es jedoch zu folgenden Nebenwirkungen kommen:

  • Hautreizungen: Durch die Elektroden kann es zu leichten Hautreizungen oder Rötungen kommen.
  • Unbequemlichkeit: Das Gerät selbst kann als unangenehm empfunden werden, insbesondere bei längerem Tragen.
  • Fehlmessungen: Bei starken Bewegungen oder wenn die Elektroden nicht korrekt haften, kann es zu Störungen in der Aufzeichnung kommen. Daher sollten Sie darauf achten, das Gerät nicht zu beschädigen und es während der gesamten Messung richtig zu tragen.

Wichtige Hinweise vor dem Test

  • Medikamenteneinnahme: Informieren Sie uns über alle Medikamente, die Sie regelmäßig einnehmen, da einige Medikamente das Herzrhythmusbild beeinflussen können.
  • Tagebuch führen: Notieren Sie alle Symptome und Ereignisse während der Messung, um eine genauere Auswertung zu ermöglichen.
  • Verhalten während des Tests: Vermeiden Sie es, das Gerät selbst zu entfernen oder die Elektroden zu manipulieren. Tragen Sie das Gerät wie vom Arzt empfohlen, und führen Sie Ihre alltäglichen Aktivitäten in gewohnter Weise aus.

Fazit

Das Speicher-EKG ist ein wichtiges und sicheres diagnostisches Verfahren, um die Herzaktivität über einen längeren Zeitraum zu überwachen. Durch die kontinuierliche Aufzeichnung von Herzrhythmen können selbst seltene oder schwer fassbare Störungen erkannt werden. Die Untersuchung bietet wertvolle Informationen für die Diagnose und Behandlung von Herzerkrankungen.

Laboruntersuchungen in unserer Praxis – schnell und zuverlässig

In unserer Praxis führen wir in Kooperation mit dem renommierten Labor28 alle gängigen und medizinisch notwendigen Laboruntersuchungen durch. Die Proben werden direkt bei uns entnommen und noch am selben Tag an das Labor übermittelt. In der Regel liegen die Ergebnisse bereits am nächsten Werktag vor, sodass wir Sie zügig über die Befunde informieren und zeitnah die Behandlung anpassen können.

Bei akuten Beschwerden oder Notfällen – zum Beispiel bei Verdacht auf einen Herzinfarkt oder eine dekompensierte Herzinsuffizienz – stehen uns zudem spezielle Schnelltests (POCT – Point-of-Care-Testing) zur Verfügung. Damit können wichtige Herzmarker wie Troponin I, CK-MB und BNP direkt in der Praxis bestimmt werden. Die Ergebnisse liegen innerhalb weniger Minuten vor und ermöglichen eine schnelle diagnostische Einschätzung und medizinische Entscheidung.

So sorgen wir dafür, dass Sie in jeder Situation bestmöglich versorgt sind – schnell, kompetent und sicher.

Disease Management Programm (DMP) Ihrer Krankenkasse bei Koronarer Herzkrankheit (KHK)

Was ist das Disease Management Programm (DMP)?

Das Disease Management Programm (DMP) für die Koronare Herzkrankheit (KHK) ist ein strukturiertes und langfristiges Betreuungsprogramm, das in Kooperation mit den Krankenkassen speziell dafür entwickelt wurde, Menschen mit dieser Erkrankung eine optimierte und kontinuierliche Versorgung zu bieten. Ziel des Programms ist es, die Lebensqualität der Patienten zu verbessern, das Fortschreiten der Krankheit zu verlangsamen und das Risiko für schwerwiegende Komplikationen, wie einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall, zu verringern.

Warum ist das DMP KHK sinnvoll?

KHK ist eine chronische Erkrankung, bei der es zu einer Verengung der Herzkranzgefäße kommt. Dies kann die Blutzufuhr zum Herzmuskel beeinträchtigen und zu Beschwerden wie Brustschmerzen (Angina Pectoris) oder sogar zu einem Herzinfarkt führen. Eine frühzeitige und regelmäßige Behandlung ist entscheidend, um das Risiko für diese schweren Ereignisse zu senken.

Im Rahmen des DMP werden Sie regelmäßig auf Ihre Erkrankung überprüft, und es werden maßgeschneiderte Therapiepläne erstellt, um Ihre Risikofaktoren zu kontrollieren und zu minimieren. Dazu gehören Maßnahmen wie:

  • Blutdruckkontrolle
  • Cholesterinmanagement
  • Blutzuckerregulation (bei Diabetes)
  • Raucherentwöhnung
  • Ernährungsberatung
  • Ggf. Empfehlungen zum Konditionstraining und Bewegungstherapie

Das DMP sorgt dafür, dass diese Maßnahmen regelmäßig überwacht und angepasst werden, sodass Sie die bestmögliche Betreuung erhalten.

Welche Rolle spielt der Kardiologe im DMP KHK?

Ideal ist es, wenn das DMP von einem Kardiologen geleitet wird. Der Kardiologe ist auf die Diagnose und Behandlung von Herzkrankheiten spezialisiert und kann eine umfassende Betreuung bieten. Dabei werden nicht nur die aktuellen Symptome der KHK, sondern auch alle Risikofaktoren in regelmäßigen Abständen kontrolliert und gegebenenfalls angepasst. Eine quartalsweise Betreuung durch den Kardiologen stellt sicher, dass alle relevanten Diagnosen und Untersuchungen zeitnah durchgeführt werden, um Ihre Gesundheit optimal zu überwachen.

Ein Kardiologe wird:

  • Ihre Krankengeschichte detailliert erheben und regelmäßig aktualisieren.
  • Sie zu den notwendigen Vorsorgeuntersuchungen (z. B. EKG, Belastungs-EKG, Ultraschall des Herzens) einladen.
  • Ihre Risikofaktoren, wie Bluthochdruck, erhöhte Cholesterinwerte oder Diabetes, regelmäßig überprüfen und gezielt behandeln.
  • Sie über neue wissenschaftliche Erkenntnisse und therapeutische Möglichkeiten auf dem Laufenden halten.
  • Sie gegebenenfalls an andere Fachärzte oder für spezielle Behandlungen überweisen.

Vorteile der Teilnahme am DMP KHK:

  • Bessere Kontrolle der Krankheit: Regelmäßige ärztliche Untersuchungen und individuell abgestimmte Therapiepläne.
  • Reduzierung von Komplikationen: Durch die frühzeitige Identifikation und Behandlung von Risikofaktoren.
  • Langfristige Betreuung: Kontinuierliche Unterstützung zur Verbesserung Ihrer Lebensqualität.
  • Wissen und Aufklärung: Sie erhalten umfassende Informationen, um aktiv an Ihrer Gesundheit mitzuarbeiten.

Fazit:

Das DMP KHK bietet Ihnen eine strukturierte, evidenzbasierte Betreuung, die speziell auf die Bedürfnisse von Menschen mit koronaren Herzkrankheiten abgestimmt ist. Ein Kardiologe, der Ihr Disease Management Programm leitet, sorgt für eine optimale Betreuung, diagnostische Sicherheit und ein effektives Risikomanagement. Indem Ihre Risikofaktoren regelmäßig überprüft und kontrolliert werden, können Sie Ihr Krankheitsgeschehen besser im Griff behalten und Ihre Lebensqualität verbessern.

Falls Sie weitere Fragen zum DMP KHK haben sprechen Sie uns gerne an.

Saisonale Impfungen – Ihr Schutz für Herbst und Winter

In unserer Praxis bieten wir regelmäßig saisonale Impfungen an, um Sie zuverlässig vor schweren Atemwegserkrankungen und deren Komplikationen zu schützen. Dazu gehören insbesondere Impfungen gegen:

  • Influenza (Grippe)
  • COVID-19 (Corona)
  • Pneumokokken (bakterielle Lungenentzündung)

Für wen sind diese Impfungen besonders wichtig?

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt diese Impfungen insbesondere für:

  • Personen ab 60 Jahren
  • Menschen mit chronischen Erkrankungen (z. B. Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Lungenerkrankungen, Immunschwäche)
  • Bewohner*innen von Pflegeeinrichtungen
  • Medizinisches Personal und andere Berufsgruppen mit viel Personenkontakt
  • Personen mit einem erhöhten Risiko für schwere Krankheitsverläufe

Warum ist das wichtig?

Gerade in der kalten Jahreszeit steigen die Fallzahlen von Atemwegserkrankungen. Für Risikogruppen können Grippe, COVID-19 oder Pneumokokkeninfektionen schwere Verläufe oder Krankenhausaufenthalte bedeuten. Die Impfungen senken das Risiko erheblich und schützen auch das persönliche Umfeld.

Die Impfungen werden direkt in unserer Praxis durchgeführt.

Bitte sprechen Sie uns an – wir prüfen Ihren Impfstatus und beraten Sie individuell.

Kardio-Check-up – Ihre Herzgesundheit im Fokus

Sie fühlen sich gesund – und möchten, dass das so bleibt?

Mit unserem individuellen Kardio-Check-up bieten wir Ihnen eine umfassende Herz- und Gefäßvorsorge auf höchstem medizinischem Niveau.

Für wen ist der Kardio-Check-up geeignet?

  • Gesunde Erwachsene mit Interesse an präventiver Herzdiagnostik
  • Menschen mit familiärer Vorbelastung (z. B. Herzinfarkt, Schlaganfall)
  • Sportlich aktive Personen oder Wiedereinsteiger
  • Beruflich stark eingespannte Menschen, die frühzeitig Risiken ausschließen möchten

Was beinhaltet unser Herz-Check?

Unser umfassender Check-up richtet sich nach neuesten kardiologischen Standards und umfasst:

  • Ausführliche ärztliche Anamnese & Beratung
  • Ruhe-EKG & Langzeit-EKG (Speicher-EKG)
  • Belastungs-EKG (Ergometrie)
  • Herzultraschall (Echokardiographie mit Strainanalyse & Gewebedoppler)
  • Blutdruck-Langzeitmessung (auf Wunsch)
  • Laboranalyse inkl. Cholesterinprofil, Blutzucker, Leber- und Nierenwerte, Entzündungsmarker, ggf. Herzspezifische Parameter (z. B. Troponin, NT-proBNP)
  • Individuelle Risikobewertung und Therapieempfehlung

Ihre Vorteile

  • Modernste technische Ausstattung
  • Gründliche, zeiteffiziente Untersuchung ohne Wartezeiten
  • Detaillierter Befundbericht mit individueller Empfehlung
  • Diskrete Betreuung in angenehmer Atmosphäre

Der Kardio-Check-up ist eine Selbstzahlerleistung bzw. wird von privaten Krankenkassen in der Regel erstattet. Gerne informieren wir Sie vorab über den genauen Leistungsumfang und die Kosten.

Tun Sie heute etwas für die Gesundheit von morgen – wir beraten Sie gerne!

Kardiologische Vorsorgeuntersuchung für Sportler

In unserer Praxis bieten wir auch kardiologische Vorsorgeuntersuchungen für Hobby- und Breitensportler an – als Selbstzahlerleistung oder für Privatpatienten.

Besonders bei körperlicher Belastung ist es wichtig, mögliche Herz-Kreislauf-Risiken frühzeitig zu erkennen, auch wenn keine Beschwerden vorliegen. In seltenen Fällen können strukturelle Herzerkrankungen wie eine hypertrophe Kardiomyopathie, angeborene Herzfehler oder Ionenkanalerkrankungen unbemerkt bleiben – und im schlimmsten Fall zum plötzlichen Herztod führen.

Eine gezielte Vorsorgeuntersuchung kann helfen, solche Risiken zu erkennen und Ihnen Sicherheit für sportliche Aktivität zu geben – egal ob beim Joggen, Radfahren oder im Fitnessstudio.

Unser Vorsorgepaket umfasst in der Regel :

  • Anamnese und ggf. fokussierte körperliche Untersuchung
  • Bestimmung kardiovaskulärer Risikoparameter:
  • Gesamtcholesterin, HDL, LDL, Triglyzeride, Lipoprotein (a)
  • Harnsäure, HbA1c bzw. Langzeitblutzucker, Blutzucker (nüchtern)
  • Elektrolyte (Natrium, Kalium, Calcium, Magnesium)
  • Nierenfunktion (Kreatinin, eGFR)
  • Schilddrüsenwert (TSH)
  • Blutbild (kleines oder ggf. großes)
  • Kardiale Marker: BNP, ggf. Troponin, CK-MB
  • 12-Kanal-EKG (Ruhe-EKG)
  • Echokardiographie, ggf. mit Strainanalyse
  • Langzeit-EKG (24-48 Stunden)
  • Belastungs-EKG (Ergometrie)

Abrechnung erfolgt nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ)

Bitte sprechen Sie uns bei Interesse an – wir beraten Sie gern individuell und klären über Umfang, Ablauf und Kosten auf.

Zweitmeinung

Zweitmeinung bei komplexen Koronarstenosen – Bypass oder Stent?

Wenn bei Ihnen eine komplexe Verengung der Herzkranzgefäße (Koronarstenose) festgestellt wurde, stehen verschiedene Behandlungsoptionen zur Verfügung – von einer medikamentösen Therapie über Katheterverfahren (z. B. Stentimplantation) bis hin zur Bypass-Operation. In bestimmten Fällen, insbesondere bei komplexen oder grenzwertigen Befunden, kann eine ärztliche Zweitmeinung sehr hilfreich sein.

Eine Zweitmeinung kann insbesondere klären:

  • Ob eine Bypass-Operation wirklich notwendig ist, oder ob auch ein weniger invasives Vorgehen infrage kommt.
  • Ob sogar eine rein konservative (medikamentöse) Behandlung ausreichend sein könnte, vor allem bei stabilen Beschwerden ohne akute Gefährdung
  • Ob bei wiederholten Verengungen (z. B. innerhalb eines bereits gesetzten Stents) andere Therapieansätze (wie spezielle Kathetertechniken, medikamentenfreisetzende Ballons oder eine erneute Gefäßbeurteilung) sinnvoll oder gar erforderlich sind.

Gerade bei komplexen Fällen lohnt es sich, alle Behandlungswege sorgfältig abzuwägen. Eine Zweitmeinung hilft, Ihre individuelle Situation besser zu verstehen und gemeinsam mit Ihnen die für Sie beste Entscheidung zu treffen.

Sprechen Sie uns gerne auf die Möglichkeit einer Zweitmeinung an. Dies ist Ihr gutes Recht und ein wichtiger Schritt für Ihre Herzgesundheit. Halten Sie dazu wenn möglich bisherige Befunde, idealerweise auch den „Herzkatheterfilm“, bereit.

Zweitmeinung „Loch im Herzen“ - Ist ein PFO-Verschluss bei Schlaganfall sinnvoll?

Wurde bei Ihnen ein sogenanntes persistierendes Foramen ovale (PFO) im Zusammenhang mit einem Schlaganfall oder einer sogenannten TIA festgestellt ? Das PFO ist eine kleine, angeborene Verbindung zwischen den beiden Herzvorhöfen, die bei etwa einem Viertel aller Menschen vorkommt. Manch einer nennt es „Loch im Herzen“. In vielen Fällen bleibt das PFO unbemerkt und verursacht keine Beschwerden. Es kann jedoch bei bestimmten Personen eine Rolle bei Schlaganfällen unklarer Ursache spielen, vor allem bei sogenannten kryptogenen Schlaganfällen oder transitorisch ischämischen Attacken (TIA).

Was bedeutet das für Sie?

Wenn Sie einen TIA oder Schlaganfall hatten und gleichzeitig ein PFO festgestellt wurde, stellt sich die Frage, ob ein Verschluss des PFOs sinnvoll wäre, um zukünftigen Ereignissen vorzubeugen. Die Entscheidung dafür oder dagegen ist nicht immer eindeutig – sie hängt von mehreren Faktoren ab, wie zum Beispiel:

  • dem Alter bei Schlaganfallereignis,
  • dem Vorliegen weiterer Risikofaktoren (z. B. Vorhofflimmern, Bluthochdruck, Diabetes),
  • dem Zusammenhang zwischen dem PFO und dem Schlaganfall (z. B. Größe des PFO, Vorhandensein eines Vorhofseptumaneurysmas),
  • anderen möglichen Ursachen des Schlaganfalls (wie z. B. Makroangiopathien der Halsschlagadern, also Verkalkungen oder Einengungen der Karotisarterien).

Wenn Ihr Neurologe oder Ihre Neurologin zum Schluss kommt, dass kein PFO-Verschluss notwendig ist, kann das verschiedene Gründe haben – zum Beispiel, weil eine alternative Schlaganfallursache als wahrscheinlicher angesehen wird.

Wann ist eine Zweitmeinung sinnvoll?

Gerade weil die Entscheidung komplex sein kann, ist es in bestimmten Situationen sehr sinnvoll, eine fachärztliche kardiologische Zweitmeinung einzuholen – insbesondere wenn:

  • bei Ihnen ein PFO diagnostiziert wurde und
  • der Schlaganfall oder die TIA keine eindeutige andere Ursache hatte und
  • Sie sich unsicher fühlen oder das Gefühl haben, dass mögliche Alternativen nicht vollständig diskutiert wurden oder
  • Sie Angst vor einem erneuten Ereignis haben

Was bringt eine Zweitmeinung?

Eine Zweitmeinung – idealerweise durch ein spezialisiertes Team aus Kardiologie und Neurologie – kann helfen:

  • individuelle Risikofaktoren besser einzuschätzen,
  • die Bedeutung des PFOs in Ihrem speziellen Fall genauer zu bewerten,
  • Vor- und Nachteile eines PFO-Verschlusses verständlich abzuwägen,
  • und Ihnen damit eine fundierte Grundlage für Ihre Entscheidung zu bieten.

Wie erhalten Sie eine Zweitmeinung?

Vereinbaren Sie einen Termin bei uns und bringen Sie möglichst vorhandene Befunde (z. B. MRT, Ultraschall der Halsschlagadern, Echokardiographie, Entlassungsbrief) mit.

Wichtig: Ihre Entscheidung zählt

Am Ende zählt nicht nur, was medizinisch möglich ist, sondern auch, was für Sie persönlich richtig und nachvollziehbar erscheint. Eine Zweitmeinung kann Sie dabei unterstützen, eine Entscheidung in Ihrem Sinne und mit einem guten Gefühl zu treffen.

Zweitmeinung bei Vorhofflimmern und wiederkehrenden Blutungen – LAA-Verschluss als Therapiealternative zur Blutverdünnung bei Vorhofflimmern?

Vorhofflimmern und das Schlaganfallrisiko

Wenn bei Ihnen ein Vorhofflimmern diagnostiziert wurde, besteht ein erhöhtes Risiko für einen Schlaganfall. Um dieses Risiko zu senken, wird in der Regel eine Dauertherapie mit Blutverdünnern (orale Antikoagulation, z. B. mit Apixaban, Rivaroxaban oder Marcumar) empfohlen.

Aber was, wenn Blutverdünner selbst zum Problem werden?

Bei manchen Patientinnen und Patienten kommt es unter Antikoagulation zu wiederkehrenden Blutungen, z. B.:

  • Magen-Darm-Blutungen (z. B. durch Polypen, Angiodysplasien oder frühere Tumorerkrankungen),
  • Nasenbluten (Epistaxis), das häufig oder schwer kontrollierbar ist,
  • traumatischen Blutungen, etwa durch wiederkehrende Stürze (z. B. Gelenkeinblutung / Hämarthros),
  • oder anderen relevanten Blutungsereignissen, die Ihre Lebensqualität oder Sicherheit erheblich beeinträchtigen.

In solchen Fällen stellt sich die Frage:

Gibt es eine Möglichkeit, das Schlaganfallrisiko zu senken, ohne dauerhaft Blutverdünner nehmen zu müssen?

Der LAA-Verschluss als Behandlungsoption

Der sogenannte Linksatrialer Appendage (LAA) Verschluss, auch Vorhofohrverschluss, ist ein minimal-invasiver Eingriff, bei dem das linke Vorhofohr – die Hauptquelle für Gerinnsel bei Vorhofflimmern – verschlossen wird. Damit kann das Schlaganfallrisiko gesenkt werden, ohne dass eine lebenslange Blutverdünnung notwendig ist.

Diese Methode ist besonders für Menschen geeignet, bei denen:

  • ein erhöhtes Schlaganfallrisiko besteht (z. B. hoher CHA₂DS₂-VASc-Score) und
  • wiederkehrende oder gefährliche Blutungen unter Antikoagulation auftreten, die eine Fortführung der Therapie riskant oder unmöglich machen.

Wann ist eine Zweitmeinung sinnvoll?

Wenn Sie betroffen sind und bislang ausschließlich mit Medikamenten behandelt wurden oder Ihnen gesagt wurde, dass ein LAA-Verschluss "nicht notwendig" oder "nicht möglich" sei, kann eine Zweitmeinung helfen:

  • Ihre individuelle Risikoabwägung objektiv zu prüfen,
  • die Möglichkeiten moderner Therapieformen wie dem LAA-Verschluss besser zu verstehen,
  • und gemeinsam eine sichere und lebensnahe Entscheidung zu treffen.

Wir bieten Ihnen eine unabhängige, strukturierte Zweitmeinung, die sowohl die internistische als auch die kardiologische Perspektive einbezieht.

Was wir für Ihre Zweitmeinung benötigen

Bitte bringen Sie – sofern vorhanden – folgende Unterlagen mit:

  • Vorhofflimmer-Diagnose (EKG, Arztbriefe),
  • Ihre bisherige Medikation,
  • Informationen zu bisherigen Blutungen (z. B. Krankenhausberichte, Befunde),
  • aktuelle Blutwerte (insbesondere Hb, Nierenfunktion),
  • relevante Bildgebung (z. B. Echokardiographie, ggf. CT/MRT des Gehirns bei vorangegangenen Schlaganfällen).

Wir beraten Sie verständlich und individuell

Ziel unserer Zweitmeinung ist es, Ihre Situation ganzheitlich zu betrachten und Ihnen eine fundierte, verständliche Empfehlung für das weitere Vorgehen zu geben – ob es am Ende bei der medikamentösen Therapie bleibt oder ob ein LAA-Verschluss sinnvoll erscheint.

Sie möchten eine Zweitmeinung einholen?

Vereinbaren Sie gerne einen Termin oder senden Sie uns Ihre Unterlagen zur Vorabprüfung zu. Wir freuen uns, Sie begleiten zu dürfen.

In Kooperation mit DRK Kliniken Berlin Köpenick

Linksherzkatheteruntersuchung – Moderne Diagnostik und Therapie Ihrer Herzkranzgefäße

Was ist eine Linksherzkatheteruntersuchung?

Die Linksherzkatheteruntersuchung ist ein etabliertes Verfahren zur Untersuchung der Herzkranzgefäße (Koronararterien) und der linken Herzkammer. Ziel ist es, Verengungen oder Verschlüsse der Herzgefäße zu erkennen, die z. B. zu Brustschmerzen (Angina pectoris) oder einem Herzinfarkt führen können.

Der Zugang erfolgt meist über eine Arterie in der Leiste oder am Handgelenk. Ein dünner Katheter wird bis zum Herzen vorgeschoben, und unter Röntgendurchleuchtung wird ein Kontrastmittel in die Herzkranzgefäße gespritzt. So können Engstellen exakt dargestellt werden.

Was passiert bei einem therapeutischen Eingriff (PTCA, PCI)?

Wenn während der Untersuchung eine Engstelle gefunden wird, kann diese direkt behandelt werden – das Verfahren nennt man Perkutane Koronarintervention (PCI) oder Ballondilatation (PTCA). Dabei wird die Engstelle mit einem Ballon aufgedehnt und häufig ein Stent (Gefäßstütze) eingesetzt, um das Gefäß offen zu halten.

Modernste Technik – Ihre Sicherheit steht an erster Stelle

Dank der engen Kooperation mit den DRK Kliniken Berlin stehen Ihnen mit uns sämtliche moderne diagnostische und therapeutische Verfahren zur Verfügung, die in spezialisierten Herzzentren Anwendung finden.

Modernste diagnostische Verfahren:

Diese Verfahren erlauben eine besonders präzise Beurteilung der Gefäße – oft auch dann, wenn konventionelle Methoden nicht ausreichen.

  • IVUS (Intravaskulärer Ultraschall): Ultraschalluntersuchung von innen direkt in der Gefäßwand zur genauen Beurteilung von Plaques und Gefäßverengungen.
  • OCT (Optische Kohärenztomografie): Hochauflösende Bildgebung zur Analyse der inneren Gefäßstruktur.
  • iFR (Instantaneous wave-Free Ratio): Druckmessung zur Funktionsbewertung von Verengungen ohne Medikamentengabe.
  • rFR (Resting Full-cycle Ratio): Weiterentwickelter Druckindex zur Beurteilung von Gefäßverengungen unter Ruhebedingungen.

Modernste therapeutische Verfahren:

Neben der klassischen Ballonaufdehnung (PTCA) und Stentimplantation sind folgende Verfahren verfügbar :

  • DEB-PTCA (medikamentenbeschichteter Ballon): Behandlung ohne Stent – insbesondere bei kleineren Gefäßen oder bei Stent-Restenosen.
  • Cutting-Ballon-PTCA: Spezielle Ballonkatheter mit kleinen Mikro-Klingen, die besonders harte oder narbige Engstellen aufritzen.
  • Shockwave-PTCA (intravaskuläre Lithotripsie): Schallwellenbehandlung zur Aufweitung stark verkalkter Engstellen – ähnlich wie bei Nierensteinen.
  • Rotablation: Hochgeschwindigkeits-Bohrsystem zur Behandlung stark verkalkter Engstellen.
  • Impella® CP: Eine kleine Herzpumpe zur Kreislaufunterstützung bei Hochrisiko-PCI oder bei schwerer Herzschwäche.
  • Komplexe Rekanalisationstechniken bei CTO (chronischen Verschlüssen) :
  • Antegrad: Wiedereröffnung chronisch verschlossener Gefäße in Flussrichtung
  • Retrograd: Zugang zum Verschluss durch Umgehungskreisläufe – besonders bei sehr komplexen Verschlüssen.

Ablauf und Sicherheit

Die Untersuchung dauert in der Regel nur ca. 30 Minuten. Die Dauer der Behandlung richtet sich nach der Befundschwere. Sie erhalten eine örtliche Betäubung, bleiben aber bei Bewusstsein. Die heutigen Verfahren sind sehr sicher – Komplikationen sind selten.

Nach dem Eingriff bleiben Sie je nach Befund und Behandlungsverlauf zur Beobachtung noch einige Stunden oder über Nacht in der Klinik.

Warum diese Untersuchung für Sie wichtig sein kann :

  • Früherkennung und sofortige Therapie: Herzinfarkte können so frühzeitig verhindert werden.
  • Schmerzfreiheit und mehr Lebensqualität: Verengungen werden effektiv behandelt.
  • Sicher & individuell angepasst: Durch Einsatz modernster Technik und Erfahrung.

Fazit

Durch die enge Zusammenarbeit mit den DRK Kliniken Berlin können wir Ihnen eine Herzkatheterdiagnostik und -therapie auf universitärem Spitzenniveau anbieten – sicher, präzise und individuell angepasst. Selbstverständlich unterstützen wir Sie auch, wenn Sie sich zur Behandlung in anderen Kliniken entscheiden. Bei allen Fragen rund um die Linksherzkatheteruntersuchung und Ihre Behandlung stehen wir Ihnen jederzeit zur Verfügung.

Vorhofohrverschluss (LAA Okklusion) als Therapiealternative zur Antikoagulation bei Vorhofflimmern

Warum wird eine Antikoagulation (Blutverdünnung) durchgeführt?

Patienten mit Vorhofflimmern, einer häufigen Herzrhythmusstörung, haben ein erhöhtes Risiko, ein Blutgerinnsel im Herzen zu bilden. Diese Gerinnsel können mit dem Blutstrom ins Gehirn gelangen und dort einen Schlaganfall auslösen. Um dieses Risiko zu senken, wird in der Regel eine antikoagulative Therapie (Blutverdünnung) verordnet. Typische Medikamente sind sogenannte DOAKs (direkte orale Antikoagulanzien, z. B. Apixaban, Edoxaban, Rivaroxaban) oder Vitamin-K-Antagonisten wie Marcumar®.

Welche Blutungskomplikationen können unter Antikoagulation auftreten?

Die Blutverdünnung senkt zwar das Schlaganfallrisiko, erhöht jedoch gleichzeitig das Risiko für Blutungen. Diese Blutungen können unterschiedlich schwer verlaufen:

1. Nasenbluten

  • Häufigste harmlose Blutung unter Antikoagulation.
  • Tritt meist bei trockener Nasenschleimhaut oder nach kleinen Verletzungen auf.
  • Wichtig: Länger anhaltendes oder wiederkehrendes Nasenbluten sollte ärztlich abgeklärt werden.

2. Gelenkeinblutung (Hämarthrose)

  • Blut tritt in ein Gelenk ein, meist bei geringfügigen Verletzungen.
  • Führt zu Schmerzen, Schwellung und Bewegungseinschränkung.
  • Häufig betroffen: Knie, Ellenbogen oder Sprunggelenk.

3. Gastrointestinale Blutung (Magen-Darm-Blutung)

  • Erkennbar durch blutigen Stuhl (hellrot oder schwarz gefärbt) oder blutiges Erbrechen.
  • Oft verursacht durch Magen- oder Darmgeschwüre.
  • Sofortige ärztliche Abklärung ist notwendig.

4. Intrakranielle Blutung (Gehirnblutung)

  • Sehr selten, aber lebensbedrohlich.
  • Symptome: plötzliche starke Kopfschmerzen, Sprachstörungen, Bewusstseinsstörungen.
  • Notfallmedizinische Versorgung erforderlich.

Was passiert, wenn wiederholt oder schwerwiegende Blutungen auftreten?

Wenn unter der Blutverdünnung mehrfache oder schwere Blutungen auftreten oder das individuelle Blutungsrisiko sehr hoch ist (z. B. bei Magen-Darm-Erkrankungen, Sturzgefahr, früherer Gehirnblutung), muss die antikoagulative Therapie überdacht werden.

In solchen Fällen kann ein LAA-Verschluss (Linksatrialer Appendage-Verschluss) eine Alternative zur medikamentösen Blutverdünnung sein.

Was ist der LAA-Verschluss?

Das linke Herzohr (engl. Left Atrial Appendage, LAA) ist eine kleine Ausstülpung im linken Vorhof des Herzens. Dort entstehen bei Vorhofflimmern die meisten Blutgerinnsel. Der LAA-Verschluss ist ein minimal-invasiver Eingriff, bei dem das Herzohr mit einem speziellen Schirmchen (LAA Okkluder) verschlossen wird. So wird verhindert, dass sich dort Gerinnsel bilden können.

Der LAA-Verschluss wird durch uns in enger Kooperation mit den DRK Kliniken Berlin Köpenick durchgeführt. Diese Partnerschaft ermöglicht uns, Ihnen die bestmögliche Versorgung mit modernen, hochentwickelten Verfahren und Geräten zu bieten. Wir arbeiten Hand in Hand mit erfahrenen Kardiologen und Anästhesisten, um den Eingriff sicher und effektiv durchzuführen.

Ablauf des Eingriffs:

  • Der Eingriff erfolgt in der Regel über die Leistenvene mittels eines Katheters.
  • Unter Röntgen- und Ultraschallkontrolle wird der Okkluder im linken Herzohr platziert.
  • Der Eingriff dauert meist 1–2 Stunden.
  • Danach folgt eine Beobachtungszeit im Krankenhaus von einigen Tagen.

Für wen ist der LAA-Verschluss geeignet?

  • Patienten mit nicht-valvulärem Vorhofflimmern.
  • Wenn eine langfristige Antikoagulation nicht möglich ist, z. B. aufgrund:
  • wiederholter schwerer Blutungen,
  • hohem Blutungsrisiko,
  • Unverträglichkeit der Medikamente.

Vorteile des LAA-Verschlusses:

  • Reduktion des Schlaganfallrisikos ohne dauerhafte Blutverdünnung.
  • Dauerhafte Lösung in vielen Fällen.
  • Verbesserung der Lebensqualität bei Patienten mit Blutungsangst oder bereits erfolgten Blutungen.

Was sollte ich nach dem Eingriff beachten?

  • Für einige Wochen nach dem Eingriff wird meist noch eine kurzfristige Kombination aus Blutverdünnern verordnet, um die Einheilung zu unterstützen.
  • Regelmäßige Nachkontrollen inklusive Ultraschalluntersuchungen des Herzens (TEE) sind notwendig.

Fazit:

Die Antikoagulation ist eine wirksame Maßnahme zum Schutz vor Schlaganfällen bei Vorhofflimmern, kann jedoch mit einem erhöhten Blutungsrisiko einhergehen. Wenn wiederholte oder schwere Blutungen auftreten, kann der LAA-Verschluss nach eingehender Prüfung eine sinnvolle und sichere Alternative darstellen. Besprechen Sie mit Ihrem Arzt, ob diese Therapieform für Sie in Frage kommt.

PFO (Persistierendes Foramen Ovale) und PFO-Verschluss

Was ist ein Persistierendes Foramen Ovale (PFO)?

Das Persistierende Foramen Ovale (PFO) ist eine kleine Öffnung im Vorhofseptum des Herzens, die ursprünglich während der fetalen Entwicklung vorhanden ist. Normalerweise schließt sich dieses Foramen nach der Geburt, wenn der Blutkreislauf des Babys vom Plazentakreislauf auf den Lungenkreislauf umschaltet. Bei etwa 25 % der Erwachsenen bleibt diese Öffnung jedoch bestehen – das PFO bleibt „offen“ oder persistierend (engl. patent). In den meisten Fällen verursacht ein PFO keine Beschwerden und bleibt unentdeckt. In einigen Fällen kann es jedoch gesundheitliche Probleme verursachen.

Wann wird ein PFO-Verschluss empfohlen?

Der Verschluss eines PFO ist in bestimmten medizinischen Situationen sinnvoll, insbesondere wenn das PFO als Ursache für schwerwiegende gesundheitliche Probleme angesehen wird. Zu den häufigsten Indikationen für einen PFO-Verschluss gehören:

1. Kryptogener Insult (Schlaganfall unbekannter Ursache):

Ein kryptogener Insult tritt auf, wenn ein Schlaganfall ohne eine erkennbare Ursache diagnostiziert wird. Bei einigen Patienten kann ein PFO der Auslöser für den Schlaganfall sein, da Blutgerinnsel aus den Venen im rechten Vorhof des Herzens durch das PFO in den linken Vorhof gelangen und dort möglicherweise die Gehirnarterien blockieren. In solchen Fällen kann der Verschluss des PFO helfen, das Risiko eines erneuten Schlaganfalls zu verringern.

2. Taucherkrankheit (Decompression Sickness):

Taucherkrankheit, auch als „Dekompressionskrankheit“ bekannt, tritt auf, wenn ein Taucher nach einem zu schnellen Aufstieg aus großen Tiefen die im Körper gelösten Gase (insbesondere Stickstoff) nicht schnell genug abgibt. Ein PFO kann hier eine Rolle spielen, da Gase, die sich während des Tauchens im Blut gelöst haben, durch das PFO in den Kreislauf gelangen und embolische Ereignisse verursachen können. Ein Verschluss des PFO kann in diesem Fall helfen, das Risiko für diese gefährliche Komplikation zu reduzieren.

3. Migräne (insbesondere mit Aura):

Es gibt Hinweise darauf, dass ein PFO das Risiko für Migräneanfälle, insbesondere Migräne mit Aura, erhöhen kann. Es wird angenommen, dass durch das PFO kleine Blutgerinnsel oder Luftblasen ins Gehirn gelangen und Migräne auslösen können. In Einzelfällen kann der Verschluss eines PFO zur Verringerung der Migränefrequenz und -intensität beitragen.

4. Primärprophylaxe in Einzelfällen:

In sehr seltenen Fällen wird ein PFO-Verschluss auch als präventive Maßnahme empfohlen, um schwerwiegende kardiovaskuläre Ereignisse zu verhindern. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn der Patient Risikofaktoren für Schlaganfälle oder andere kardiovaskuläre Erkrankungen hat und das PFO als signifikante Gefährdung angesehen wird.

Wie wird ein PFO-Verschluss durchgeführt?

Der Verschluss eines PFO erfolgt in der Regel minimal-invasiv, mittels eines katheterbasierten Verfahrens, bei dem ein spezielles Gerät (ein sogenannter „PFO-Verschluss“) über einen Katheter durch die Blutbahnen zum PFO geführt wird. Dieser wird dann so platziert, dass er die Öffnung verschließt und verhindert, dass Blut oder Luftblasen weiterhin durch das Foramen ovale strömen können.

Der Eingriff erfolgt in der Regel unter Analgosedierung oder in Intubationsnarkose, was bedeutet, dass der Patient während des Verfahrens in einen tiefen Schlaf versetzt wird, um eine möglichst komplikationsarme, angenehme und schmerzfreie Durchführung des Eingriffs zu gewährleisten. Eine Intubationsnarkose ist insbesondere dann vorteilhaft, wenn eine präzise und stabile Überwachung der Vitalfunktionen erforderlich ist.

Kooperation mit Berliner Klinik

Der PFO-Verschluss wird durch uns in enger Kooperation mit den DRK Kliniken Berlin Köpenick durchgeführt. Diese Partnerschaft ermöglicht uns, Ihnen die bestmögliche Versorgung mit modernen, hochentwickelten Verfahren und Geräten zu bieten. Wir arbeiten Hand in Hand mit erfahrenen Kardiologen und Anästhesisten, um den Eingriff sicher und effektiv durchzuführen.

Der Ablauf des Eingriffs:

1. Vorbereitung: Vor dem Eingriff führen wir eine gründliche Untersuchung durch, um sicherzustellen, dass der Verschluss des PFO die richtige Therapie für Sie darstellt. Dies umfasst unter anderem eine Echokardiographie und gegebenenfalls eine ambulante transösophageale Echokardiographie (TEE), um die genaue Größe und Position des PFO zu bestimmen.

2. Eingriff: Der Eingriff selbst wird in der Klinik in der Regel unter Vollnarkose durchgeführt, in der Regel über eine Punktion in der Leiste, durch die der Katheter in das Herz eingeführt wird. Der Verschluss wird dann an der PFO-Stelle platziert, um die Öffnung zuverlässig zu verschließen.

3. Nach dem Eingriff: Nach dem Eingriff bleiben Sie für einige Stunden unter intensiver Beobachtung, um sicherzustellen, dass keine Komplikationen auftreten. In den meisten Fällen können Patienten bereits am nächsten Tag nach Hause gehen.

4. Nachsorge: Es wird regelmäßige Nachuntersuchungen geben, um sicherzustellen, dass der Verschluss ordnungsgemäß funktioniert und es keine weiteren Komplikationen gibt. Auch die Anpassung von Medikamenten oder weiteren Therapien wird mit Ihnen besprochen.

Mögliche Risiken und Komplikationen

Wie bei jedem medizinischen Eingriff gibt es auch beim PFO-Verschluss einige Risiken, die jedoch insgesamt gering sind. Zu den möglichen Komplikationen gehören:

  • Infektionen oder Blutungen an der Punktionsstelle
  • Verletzung der Blutgefäße
  • Reaktionen auf das Verschlussgerät
  • Seltene, aber mögliche Embolien oder Schlaganfälle während des Eingriffs

Ihr behandelnder Arzt wird mit Ihnen alle möglichen Risiken im Detail besprechen und gemeinsam mit Ihnen abwägen, ob der Eingriff in Ihrem Fall die beste Option darstellt.

Fazit

Der PFO-Verschluss ist ein bewährtes Verfahren zur Behandlung des offenen Foramen ovale, falls dieses mit bestimmten gesundheitlichen Problemen wie Schlaganfällen, Migräne oder der Taucherkrankheit in Verbindung gebracht wird. Wir bieten den Eingriff unseren Patientinnen und Patienten in enger Kooperation mit einer führenden Berliner Klinik an, um Ihnen eine sichere und effektive Behandlung zu gewährleisten. Wenn Sie weitere Fragen haben oder einen Beratungstermin vereinbaren möchten, sprechen Sie uns gerne an.

Sprechzeiten

Dr. med. Robert Kopetschke

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